Rückblick zur ersten Saisonhälfte

Knapp genügend

Der Zweitligist vom Kolbenstein zieht nach der ersten Saisonhälfte eine durchzogene Bilanz. Mit vier Punkten Vorsprung auf den Abstiegsplatz sind die Montlinger aber knapp im Soll.

Der 17-jährige Jan Meier (rechts) war in der Vorrunde ein Lichtblick beim FC Montlingen. (Bild: Archiv/dsi)
Rheintal Medien AG, Dominik SieberWenn dem FC Montlingen ein Schulzeugnis ausgestellt werden müsste nach den ersten elf Meisterschaftsspielen, wäre die Note wohl knapp genügend.Mit 14 Punkten haben die Oberrheintaler vier Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz, den überraschend Buchs besetzt. Zu der anfänglichen Zielformulierung «gesicherter Mittelfeldplatz» fehlen dem FCM einige Punkte.

«Die Mannschaft hat zwei Gesichter gezeigt im Herbst. Wir hatten gute wie auch schlechte Spiele gesehen», bilanziert Präsident Patrick Zäch. Der FC Montlingen verpasste es in der Hinrunde, sich eine bessere Ausgangslage im Kampf um den Klassenerhalt für die Rückrunde zu schaffen.

Hochs und Tiefs wechselten sich ab

«Wir haben nach dem grössten Spiel der Vereinsgeschichte, ge­gen den FC Basel, eine schwie­rige Hinrunde erwartet», sagt Zäch. «Das Cupspiel hat in der Vorbereitung und zum Saisonstart viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen und die Liga kam etwas zu kurz vor dem Beginn. Auch wenn unser Cheftrainer Lüchinger das Team immer wieder davor gewarnt hat.»

Allerdings starteten die Kolbensteiner solide in die Meisterschaft mit zwei Remis und einem Sieg gegen den FC St. Margrethen. Danach folgte eines von zwei Tiefs im Herbst: Gleich zweimal verlor der FC Montlingen drei Spiele am Stück und brachte sich selbst immer wieder in die missliche Lage, in der Tabelle nach hinten zu fallen. Allen voran die Niederlagen gegen die Mitkonkurrenten im Abstiegskampf, Buchs und Rebstein, waren ärgerlich aus Sicht der Oberrheintaler.

Dies bestätigt auch die Aussage des Cheftrainers beim Bilanzgespräch: «Wir haben zu viele Punkte gegen Teams liegen gelassen, die nicht besser sind als wir», sagt der Trainer. Das Team von Lüchinger darf nach der Hälfte der Saison auch als eine Art Wundertüte der Liga bezeichnet werden. Dies bestätigt nämlich der Blick auf das Torverhältnis von 21:21. Die Kolbenstein-Elf hat am zweitmeisten Tore geschossen, aber landet bei den Gegentoren ebenfalls in den Top 3. «Im Frühling müssen wir kompakter und konstanter werden», sagt der Trainer.

Junge Montlinger mit Einsatzzeiten

Trotz der durchzogenen Saisonhälfte ist der FC Montlingen weiter auf Kurs: «Wir wollen den Weg als Dorfverein weitergehen und junge Spieler ins Fanionteam einbauen», bestätigt Präsident Zäch.

Dass Trainer Lüchinger immer wieder versucht, junge Talente einzubauen, hat er in diesem Jahr bereits gezeigt. Der 17-jährige Jan Meier lief einige Spiele von Beginn an auf und reihte sich im letzten Spiel gegen Mels sogar in die Torschützenliste ein. Und auch Nando Lüchinger kam regelmässig zum Einsatz in der ersten Mannschaft. «Die jungen Spieler werden weiterhin zu ihren Einsätzen kommen, wenn sie so weiterarbeiten im Training. Sie haben im letzten Jahr enorme Fortschritte gemacht», sagt Trainer Lüchinger.